Anton
Anton Baby 2

Das erste Foto von Anton mit einer “Hightech” Polaroidkamera geknippst

Wie ich schon auf Rockys Seite andeutete, wurde Anton von mir als Geburtstagsgeschenk für Heike angeschafft. Außerdem sollte er den actiongeladenen Rocky ein wenig beschäftigen.
Aber erst mal beschäftigte er uns!
Frei nach der Devise ”Beim nächsten Mann/Hund wird alles besser” wurde nun alles mittlerweile erworbene Wissen bezüglich Erziehung eines Junghundes angewendet. Ausgesucht worden war er ja unter der Prämisse, einen nicht jagenden bzw. wildernden Hütehund zu erwerben, der auf Wanderungen nicht Rehe verfolgt, sondern das Familienrudel zusammen zu halten als seine Aufgabe ansieht
Der wirklich nette “Züchter” versicherte uns, daß weder Vater noch Mutter zum wildern neigen, und für uns genauso wichtig- auch kaum Schutz-bzw. Wachtrieb haben.

Familientreffen

Antons Mutter Adele mit den nächsten Welpen ,der halbwüchsige Anton und der Züchter Michael Leitner

Wir sehen es gern, wenn unsere Hunde zu allen, auch Fremden nett und aufgeschlossen sind und nicht bei der kleinsten Gelegenheit ihre Stimme erheben.
Leider war, wie sich allerdings erst sehr viel später herausstellte, bei Antons Zeugungsakt so einiges schief gelaufen, denn wie bei Hunden recht häufig hat es zwei Eisprünge recht kurz hintereinander gegeben. Beim ersten vom “Züchter” beobachteten Akt war der eigenen Rüde beteiligt. Doch in einer unbeobachteten Stunde hat sich dann das kleine Luder noch vom Nachbarsrüden decken lassen, so daß dann 7 Welpen aus einer altdeutschen Hütehundlinie(Schafpudel/Mudi) und 5 Welpen aus einer Hütehund/Howawart/Bracken-Verpaarung auf die Welt kamen.
Ratet mal welchen Papa Anton hat?
Richtig!

So hatten wir nun einen wachsamen, Fremden gegenüber recht reservierten, mit einer Supernase ausgestatteten, jeder Spur folgenden, alles hetzenden Junghund.
 Aber niedlich war er!
Ja süß war er und sehr gelehrig. Er lernte sehr schnell und intensiv, wobei er versuchte, Frauchen alles recht zu machen - fast alles.
Er sah es nämlich als seine Aufgabe an alles “ Verfolgbare” zu verfolgen, vieleicht wollte er sich mit der Strecke für die von uns erhaltenen Futterrationen bedanken
Das bedeutete dann, daß er auf Spaziergängen permanent beobachtet wurde und Wanderungen im Wald nur an der langen Laufleine verbrachte!
Wir resignierten allerdings nicht, sondern arbeiteten weiter an seinem Gehorsam.
Auch wenn Wild direkt vor ihm absprang versuchten wir ihn abzulenken,ihm eine andere Aufgabe zu geben.Es dauerte lange, bis die ersten Erfolge eintraten, aber heute können wir fast immer mit ihm unangeleint durch Wiesen und Wälder streifen. Neben unseren Bemühungen spielt natürlich
auch die Altersweisheit” mit, die ihm sagt: Verfolge nur was sich lohnt!

Anton und Rocky im Boot

Anton und Rocky im Beiwagen

Flughund

Flughund

Mittlerweile beschäftigte sich unser Hundeverein mit
 Agility,
einer in Deutschland recht jungen Hundesportart.
Einige unser Mitglieder besuchten Seminare, die wenigen deutschsprachigen Fachbücher wurden angeschafft und das Training konnte beginnen.
Anton war begeistert!
Man durfte sich so richtig verausgaben, hatte eine Aufgabe und bekam noch eine Belohnung dafür-toll! Sein unermüdlicher Arbeitseifer gepaart mit Frauchens Ehrgeiz ließen die Beiden recht schnell zu einem erfolgreichen Team werden!

Nachdem Anton die Begleithundprüfung bestanden hatte durfte er auch an richtigen Turnieren teilnehmen.
Obwohl Anton von seinen körperlichen Eigenschaften für Agility eigentlich nicht geeignet ist, wurden die beiden ein richtig erfolgreiches Team. Sie sind mittlerweile in die höchste nationale Startklasse aufgestiegen und schlagen sich auch dort recht gut! Hier ist natürlich die Konkurrenz von leichteren, wendigeren Hunden sehr groß. Im Verhältnis zu den wenigen Turnieren bei denen die Zwei starten ist die Pokalausbeute aber recht hoch!Von mir wurde die ganze Sache allerdings von Anbeginn kritisch betrachtet.

Anton-Hürde
a_Pokale_grun

 Da ich als frankophiler Mensch mit allem was von der  Eurofreien Insel kommt so meine Schwierigkeiten habe, überzeugte mich erst unser dritter Hund Paule, daß aus Nebelland was Vernünftiges kommen kann.
 Letzendlich half mir die Erkenntnis, daß nach einem Agilityturnier ein Gläschen Rotwein fast so gut schmeckt wie am Ende eines Petanquespiels
(das französische Pendant zum italienischen Boccia)
Doch dazu mehr auf
Paules Seite
Was Antons Verhalten anderen Hunden gegenüber angeht war auch nicht immer alles eitel Sonnenschein!
Nachdem er sich im Familienrudel nach einigen zum Teil recht heftigen Rangeleien dem zwar körperlich schwächeren, aber aus Terrierholz geschnitzten Rocky unterordnen mußte, hatte man das Gefühl, er müsse woanders seinen Überdruck ablassen.

Ein beliebtes Ventil in dieser Zeit waren Neuankömmlinge auf dem Hundeplatz. Zeitweise wurde erst mal jeder, egal welchen Geschlechtes rabiat über den Haufen gerannt -bei 34kg Gewicht eine oft schmerzhafte Begrüßung. Auch zählt er die europäischen, gemeinen Hauskatzen nicht unbedingt zu seinen besten Freunden, aber Dank der bei uns überall anzutreffenden Bäume konnten sie sich bisher noch immer alle retten. Mittlerweile hat sich auch Anton die Hörner abgestoßen und benimmt sich seinem gesetzten Alter entsprechend.

Nach den nun mit dem zweiten Hund gemachten Erfahrungen war uns klar, daß es auf jeden Fall schön ist zwei Hunde im Haus zu haben, allerdings sollte es bei zwei bleiben, da man nie mehr Hunde als Hände haben sollteWir machten uns aber immer mal Gedanken welche Hunderassen für uns später mal interessant werden könnten.
So waren die Wünsche:
+Sozialverträglich mit anderen Hunden+
+Kein ausgesprochener Wachtrieb+
+Kein Hektiker+
+Wenig Jagdeifer+
+Mittelgroß bis groß+

Für Heike war es noch wichtig, daß er für Agility geeignet ist und ich auf eine gute Konstitution Wert lege, da ich mit meinen Hunden viel wandere!