Rocky

Rocky ist ein Terrier/Schnauzer/Schäferhundmix, der von allen an seiner Entstehung beteiligten Rassen, vor allem den Dickkopf erbte.
Gepaart mit einem Intelligenzquotienten in einsteinschen Dimensionen stellte er uns als Hundeanfänger vor schier unlösbare Probleme.
Wir wälzten Bücher, sprachen mit Fachleuten und solchen die sich dafür hielten, doch der Bursche fand immer wieder Nebenwege, während unsere Erziehungsversuche in Sackgassen endeten. In dieser Zeit, vor mehr als 10 Jahren, denn Rocky wurde im Dezember 2001 12 Jahre alt, reifte in mir der Gedanke,

Rock(y)er

Rocky als Herrchen Christian verkleidet!!!

daß die Bezeichnung “Terrier”
nicht vom lateinischen”Terra-die Erde”,sondern von“Terrorist”hergeleitet wurde.
Nicht, daß er irgendwie böse, bissig oder aggressiv gewesen sei-nein er war einfach renitent.
Zu seiner Entschuldigung muß man allerdings sagen, daß wir im ersten Jahr alle Fehler, die ein Anfänger mit einem Hund machen kann auch gemacht haben.
Diesem dominanten Rüden, der leider auch über soviel Charme verfügt, daß er jeden im Handumdrehen um den Finger wickeln kann, dann im Rüpelalter beikommen zu wollen, um ihm seinen Platz im Rudel zuzuweisen, schien unmöglich.
Er wurde somit Rudelboss bei Sarazin/Scharf.
Diesen Posten bekleidet er auch noch heute im salomonischen Alter und im durch Anton und Paule erweiterten Rudel.
Mit ihm zusammen zu leben ist jedoch dank unserer Kompromissbereitschaft zu einem schier endlosen Quell der Freude geworden! Je länger wir ihn intensiv beobachteten, um so mehr lernten wir nämlich ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, wodurch er uns dann langsam aber sicher als Hundeersatz akzeptierte. Es entstand eine absolut tolle Hund/Mensch Beziehung-feste Freundschaften wollen halt langsam wachsen.

Wir merkten vor allem, daß dieser energiegeladene Hund einfach unterbeschäftigt war
Je mehr wir mit ihm unternahmen um so ausgeglichener wurde er. Mein Motorrad wurde ver- und das erste Gespann gekauft,so daß Rocky nicht mehr allein zu Hause bleiben mußte, wenn schönes Wetter zum Biken lockte.

Sein nimmermüder Arbeitseifer wurde mit Suchspielchen und Apportierübungen einigermaßen gestillt
.In der nächsten Saison wurde dann allerdings gleich aufgerüstet und der “Neue”, Rocky II genannt, bot locker Platz für zwei Hunde
Irgendwann kam ich(meine Frau ist in solchen Fragen immer zu kritisch)auf die famose Idee, ein zweiter Hund würde Rocky wohl vollauf beschäftigen. Zu meinem Glück waren es nur noch ein paar Tage bis zu Heikes Geburtstag und im Nachbardorf war ein Wurf süßer Hüte/Hirten/Schäferhunde Mixe abzugeben

Rocky-Beiwagen 2

Rockys zweiter Beiwagen-
ein Riesenteil

Nicht lang nachgedacht, sondern gleich den ruhigsten und dicksten Welpen ausgesucht-er sollte ja beruhigend auf Rocky wirken.
Um sich gleich an das Leben bei uns zu gewöhnen, wurde er natürlich im Beiwagen abgeholt!! Doch dazu mehr auf der Seite von
Anton

Rocky und anton lernen sich kennen

Rocky und Anton lernen sich kennen!

 Rocky war anfangs von meiner Idee nicht unbedingt angetan!
Er tat mehr so als wäre dieser Welpe sprichwörtlich Luft für ihn. Zuerst wollte er nicht mehr mit in die Wohnung, sondern schlief im Flur und schmollte sich aus. Das Verhältnis besserte sich mit der Zeit und Anton wurde Spielkamerad auf Zeit, denn als Rocky merkte, das der “Kleine” kräftiger als er geworden war, unterdrückte er alle Kämpfchen im Keim, um ja nicht zu verlieren. Wie gesagt- er ist einfach schlau! Anton beschied sich, obwohl körperlich erheblich stärker, nach ein paar Rangeleien mit dem Job des Subalternen
Heike begann nun sich immer stärker für Hundeerziehung zu interessieren und trat in die
 Interessengemeinschaft Hundeerziehung
 ein.
Dies war zu dem Zeitpunkt ein in der Kreisstadt beheimateter Verein, der Hundeerziehung ohne  Gewalt propagiert

 Da wir die Fehler in Rockys Erziehung bei Anton nicht wiederholen wollten, kümmerte sich Heike mehr um Anton, was das Verhältnis zwischen Rocky und mir vertiefte. An Antons Fortschritten partizipierte auch Rockys Entwicklung. Sein Sozialverhalten gleichgeschlechtlichen Artgenossen gegenüber besserte sich permanent. Es zeigte sich, daß sein Kläffen und Knurren oft nur Unsicherheit war.

In dieser Zeit mutierte er dann, eigentlich ohne größeres Zutun unsererseits, vom ”Stinkstiefel” zum allseits beliebten Zeitgenossen der, wie man auf den Bildern sieht, für jeden Spaß zu haben ist.
War er schon immer kinderlieb, freundlich und absolut aufgeschlossen Fremden gegenüber, so weitete er dies nun auch auf andere Hunde aus. Natürlich wurden seine “Erzfeinde” nun nicht geliebt, aber doch meistens ignoriert, was für uns genauso gut war. Bis auf einige leichte “geistige Aussetzer” kann man sich bis heute auf ihn verlassen.

Rocky spielt mit Anton

Rocky spielt mit Anton

Wursttorte zum 14

Wursttorte zu Rockys 14.
Geburtstag

Frauchen verteilt....

Frauchen verteilt.......

 Er fängt keinen Streit an, läuft fast nur ohne Leine, kann vor Geschäften unangeleint abgelegt werden und ist auf dem Hundeplatz unauffällig, außer, er muß mit anschauen wie Frauchen mit Anton “agilitiert”,dann wird gekläfft was das Zeug hält.
Seit Rockys zweiten Lebensjahr leidet er an HD(Hüft Dysplasie), einer leider auch bei Mixen auftretenden Erbkrankheit. Im Alter von 5 Jahren wurde er an der Hüfte operiert, mit dem Ergebnis, daß er noch heute mit 12 Jahren Wanderungen von mehr als 20 Kilometer Länge mitmacht. Ich laufe mit ihm allerdings keine steilen Strecken, da er dann nicht im Passgang oder Trab laufen kann, sondern mit den Hinterbeinen hüpfen muß, was seiner Hüfte nicht gut bekommt.


Einen Nachruf auf
Rocky,
der am
 02.01.2004
 eingeschläfert werden musste findet
Ihr hier!